Alkalität-zu-Bikarbonat-Umrechner
Wasseranalysen geben die Gesamtalkalität in ppm als CaCO₃ an; Brauchemie läuft auf Bikarbonat. Dieses Tool rechnet exakt um und teilt die Alkalität beim pH deines Wassers in HCO₃⁻ und CO₃²⁻ auf.
So funktioniert es
Alkalität ist die Säure-Pufferkapazität des Wassers, titriert auf pH 4.3 und ausgedrückt als CaCO₃ (50 ppm CaCO₃ = 1 meq/L). Bei jedem pH teilt das Karbonatsystem diese Kapazität gemäß der zweiten Dissoziationskonstante (pKa₂ = 10.33) zwischen Bikarbonat und Karbonat auf: Der Umrechner berechnet beide Spezies exakt. Unter pH 9 ist die Abkürzung HCO₃ ≈ 1.22 × Alkalität auf ein paar ppm genau.
FAQ
Warum listet meine Wasseranalyse Alkalität als CaCO₃ statt Bikarbonat?
Labore messen Alkalität, indem sie mit Säure auf pH 4.3 titrieren, und drücken das Ergebnis als äquivalentes Calciumcarbonat aus, eine Konvention, kein reales Ion. Braurechner arbeiten mit dem Bikarbonat-Ion selbst, also muss die Zahl umgerechnet werden.
Was, wenn ich den pH meines Wassers nicht kenne?
Nimm 8.0. Die meisten Stadtwässer liegen zwischen 7 und 8.5, und unter pH 9 bewegt sich das Ergebnis kaum: Bikarbonat ist schlicht etwa 1.22 × Alkalität, Karbonat nahe null.
Wann spielt Karbonat (CO₃²⁻) wirklich eine Rolle?
Erst oberhalb von etwa pH 9, wo der Karbonatanteil der Alkalität messbar wird. Bei typischem Leitungswasser rundet er auf null und du kannst ihn ignorieren.
Ist „temporäre Härte“ dasselbe?
Temporäre Härte (ebenfalls als CaCO₃) entspricht in den meisten Trinkwässern der Alkalität; listet deine Analyse also stattdessen temporäre Härte, kannst du sie hier meist direkt verwenden.
Methode: Lehrbuch-Karbonatgleichgewicht (siehe A.J. deLange, „Understanding Alkalinity and Hardness“). Dieselbe Funktion treibt die Ausgangswasser-Tools des brewwtr-Rechners an.