Brauwasserprofil Burton-on-Trent

Burton-on-Trent liegt auf gipsführenden Schichten, und die Brunnen seiner viktorianischen Brauereien förderten eines der härtesten Brauwässer, das je im großen Stil verwendet wurde: Calcium um 275 ppm und Sulfat über 600 ppm. Diese Mineralfracht ist der Grund, warum Burtons Pale Ales so aggressiv gehopft werden konnten und trotzdem knackig statt kratzig endeten, und warum Brauer überall ab dem 19. Jahrhundert Gips zugaben, um die Stadt zu imitieren: eine Praxis, die bis heute Burtonisierung heißt.

Burton-on-Trent: Ionenkonzentrationen
IonKonzentration (ppm)
Calcium (Ca²⁺)275
Magnesium (Mg²⁺)40
Natrium (Na⁺)25
Sulfat (SO₄²⁻)610
Chlorid (Cl⁻)35
Bikarbonat (HCO₃⁻)270
Alkalität 221 ppm CaCO₃ Restalkalität 1 ppm Härte 851 ppm SO₄:Cl 17.4 (Sehr trocken)

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Nutze dieses Profil als historischen Referenzpunkt, nicht als wörtliches Ziel: Der enorme Sulfatgehalt passt zu kräftig gehopften englischen Pale Ales und IPAs, aber die meisten heutigen Brauer landen darunter. Die Restalkalität liegt trotz des hohen Bikarbonats nahe null. Das Calcium hebt sie auf, und genau deshalb funktionierte dieses Wasser für helles Bier.

Passt zu: English IPA · Burton pale ale · ESB

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Der Rechner lädt dieses Ziel, vergleicht es Ion für Ion mit deinem Ausgangswasser und berechnet die Mineral- und Säuregaben, die die Lücke schließen, mit live berechnetem Maische-pH.

Historische Stadtprofile sind faktische Wasserchemie aus publizierten Quellen (Palmer & Kaminski, Water: A Comprehensive Guide for Brewers, 2013, sowie der historischen Brauliteratur). Stilbasierte Profile sind brewwtr-Originale, abgeleitet aus publizierten Stil-Leitlinien. Abgeleitete Werte nutzen Kolbachs Restalkalität (1953).